RECHTSANWÄLTIN BARBARA ROST-HAIGIS

Aktuelles aus Gesetzgebung und Rechtsprechung

Der türkische Teppich (angeblicher Azeri) war aus Indien

Die Mandantin von Rechtsanwältin Rost-Haigis hatte im Rahmen einer Bildungsreise einen Teppichhändler in Tavas-Denizli/Türkei aufgesucht. Dort hatte man ihr zugesichert, es handele sich bei dem Teppich, den sie sich letztlich aussuchte, um einen so genannten Azeri. Dies ist ein wertvoller Teppich, der aus der Nordosttürkei, Aserbaidschan und Nordwestiran stammt, der besondere Eigenschaften hat. Im guten Glauben kaufte die Mandantin diesen Teppich und erfuhr in der Folgezeit, dass es sich um einen Teppich gehandelt hat, der eben nicht in dieser Teppichknüpferei oder der Umgebung hergestellt worden war, sondern in Indien, und dass es sich mitnichten um einen echten Azeri handelt.

Der gesamte Kaufpreis war noch nicht gezahlt. Das Gericht hat die Klage des Teppichhändlers auf Zahlung des vollen Kaufpreises abgewiesen. Das Gericht hat im übrigen dargelegt, dass die Mandantin den Kaufvertrag nach deutschem Recht wirksam widerrufen konnte, weil keine Widerrufsbelehrung erfolgt war, und im Hinblick darauf, dass die Tätigkeit des Teppichhändlers auf Deutschland ausgerichtet war.

Vgl. Urteil Amtsgericht Würzburg, Az. 16 C 207/13.
 

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Türkische Teppiche - Azeri Teppiche - Denizli